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Bio-Wärme für Springe Süd

Bei der zukünftigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien hat Biomasse eine wichtige Rolle, denn sie ist flexibel einsetzbar, dezentral und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Mit dieser sogenannten Grundlastfähigkeit können Bioenergieanlagen die schwankende Stromerzeugung aus Windenergie- und Solaranlagen ausgleichen. Durch das stetige Wachstum der Wind- und Solarstromproduktion werden diese Eigenschaften künftig noch wichtiger.

In Deutschland kann bereits heute der Strombedarf von etwa 5,1 Millionen Haushalten durch Biogasanlagen gedeckt werden: Mit einer installierten Leistung von knapp 2.800 MW können so mindestens zwei Kernkraftwerke ersetzt werden (Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien).

Auch in der Region Springe gibt es bereits Biogasanlagen. Am Schwarzen Koppelweg wird bald die nächste Anlage ans Netz gehen. Betreiber ist die Bioenergie Springe, zu der sich fünf Landwirte aus der Region zusammengeschlossen haben.

Die Stadtwerke Springe beschäftigten sich seit ihrem Start mit der Suche nach sinnvollen Einsatzbereichen von Blockheizkraftwerken in Springe. Hierfür ist eine wesentliche Voraussetzung der Absatz der bei der Stromerzeugung entstehenden Wärme. Da die Stadtwerke Springe in dem Bereich der Harmsmühlenstrasse ein entsprechendes Wärmebedarfspotenzial festgestellt hatten, war schnell die Partnerschaft mit der Bioenergie Springe gefunden. Im September 2011 begannen sie mit der Konzeption von Biogasblockheizkraftwerken (BHKW) und zwei Nahwärmenetzen in Springe Süd. Nach ersten Planungen sollte ein größeres (527 kW) und zwei kleinere BHKWs (250 kW) errichtet werden. Aus technischen Gründen entschied man dann jedoch, die notwendige Gesamtleistung in zwei größeren Anlagen (je 527 kW) zu erzeugen. Diese sollen für rund 3.000 Haushalte Bio-Strom produzieren. Die Bio-Wärme würde ausreichen, um rund 500 Haushalte zu versorgen.

Ein BHKW steht auf dem Gelände der Biogas-Anlage (Schwarzer Koppelweg), um die dortigen Fermenter mit Wärme zu versorgen. Das zweite befindet sich rund 800 Meter entfernt an der Wolfgang-Maguerre-Allee. Beide Anlagen haben Ende 2011 bereits den Testbetrieb erfolgreich bestanden. Um den Bio-Strom in das bestehende Netz einzuspeisen, wurden außerdem zwei Mittelspannungsstationen gebaut.

Die beiden BHKWs arbeiten nach der Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie (KWK).Mit Biogas als CO2-neutralem Brennstoff ist dies die umweltfreundlichste und effizienteste Art der Energieerzeugung, da hier die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zum Heizen genutzt wird. Deshalb werden sowohl Kraft-Wärme-Kopplung als auch die Nutzung erneuerbarer Energien nach dem KWK- bzw. EEG-Gesetz gefördert.

Bei der Auswahl der Anlagen wurde auf modernste Technik gesetzt, wie ein Auszug aus dem schalltechnischen Gutachten zur Lärmsituation des BHKWs an der Wolfgang-Maguerre-Allee zeigt:

„Die nachfolgende schalltechnische Untersuchung hat ergeben, dass durch den Betrieb des geplanten Satelliten-BHKW an der Wolfgang-Maguerre-Allee in Springe im Bereich des geplanten Betriebskindergartens keine unzulässigen Geräuschimmissionen im Tages- und Nachtzeitraum zu erwarten sind, wenn die schalltechnischen Vorgaben eingehalten werden. […] Das zur Auslieferung bereit stehende BHKW-Modul übertrifft die schalltechnischern Mindestanforderungen zur Einhaltung des Irrelevanzkriteriums deutlich. Daher wird dem sensiblen Aufstellort im Bereich eines Kindergartens mehr als ausreichend Rechnung getragen.“

Im März 2012 wurde mit dem Blutspendedienst ein langfristiger Wärmeliefervertrag unterzeichnet, der eine Auslastung von über 60 Prozent des Bio-BHKWs sichert.

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