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Die Stadtwerke Springe GmbH startet Einbau moderner digitaler Zähler in Springe

In Springe startet jetzt 2019 der Einbau moderner digitaler Zähler.

Als gundzuständiger Messstellenbetreiber ist die Stadtwerke Springe GmbH für den Einbau der neuen Zähler zuständig.

Bis 2032 werden Schritt für Schritt alle rund 16.000 Stromzähler im Springer Netzgebiet ausgetauscht.

Mit modernen digitalen Zählern soll die Energiewende unterstützt und die Digitalisierung der Stromnetze vorangetrieben werden. Mittelfristig ermöglichen die neuen Zähler eine effizientere Ressourcensteuerung und können so zur Stabilität der Netze beitragen. Gleichzeitig können sie Verbraucher dabei unterstützen, den eigenen Energieverbrauch besser im Auge zu behalten und energieeffizienter zu leben. So können die neuen Zähler helfen, Energie und Kosten zu sparen und damit die Umwelt und den Geldbeutel schonen. Bis 2032 soll jeder Stromverbraucher in Deutschland einen neuen digitalen Zähler erhalten. Der Einbau der Zähler ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Kosten werden in der Regel über den Vertrag mit dem Stromanbieter abgegolten. Der Gesetzgeber hat dafür feste Preisobergrenzen verfügt. Bei Privathaushalten mit einem Verbrauch von unter 6.000 kWh/Jahr liegt die gesetzliche Preisobergrenze in der Regel bei 20 Euro jährlich. 

In Springe folgt der Zählerwechsel weitgehend dem üblichen Turnus: Zähler, die davor sind, ihre Eichgültigkeit zu verlieren, werden durch die modernen digitalen Zähler ersetzt. Kunden erhalten einige Wochen vor ihrem Termin eine schriftliche Mitteilung über den bevorstehenden Zählerwechsel.

Hintergrund: Worum handelt es sich bei den neuen Zählern?

Bei den neuen Zählern, die ab Oktober 2019 in Springe verbaut werden, handelt es sich um sogenannte moderne Messeinrichtungen. Moderne Messeinrichtungen sind digitale Zähler, die die Verbrauchswerte, tagesaktuell erfassen. Die Geräte speichern die Verbrauchsinformationen der letzten 24 Monate. Das ermöglicht Verbrauchern einen besseren Überblick über ihr Verbrauchsverhalten, so dass sie geeignete Maßnahmen treffen können, um Energie zu sparen. Die Ablesung der Zähler erfolgt wie gewohnt einmal jährlich. Daten senden oder empfangen können diese Geräte nicht.

Der Einbau intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, startet voraussichtlich 2020. Intelligente Messsysteme verfügen im Gegensatz zu modernen Messeinrichtungen über ein Kommunikationsmodul, das sogenannte Smart Meter Gateway. Damit können Daten über eine gesicherte, verschlüsselte Verbindung gesendet und empfangen werden. Über diese Kommunikation können beispielsweise Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abgestimmt und die Netze so stabiler gemacht werden. Auch innovative Smart-Home-Anwendungen sind mit den intelligenten Zählern denkbar. Wann der Einbau von intelligenten Messsystemen starten kann, ist aktuell noch nicht abzusehen, da die Technik noch nicht durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert wurde. Es ist daher davon auszugehen, dass der flächendeckende Einbau von intelligenten Messsystemen in Springe erst 2020 starten wird.

Ob Kunden eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem erhalten, hängt davon ab, wieviel Strom sie verbrauchen oder erzeugen. Verbraucher, die weniger als 6.000 kWh im Jahr verbrauchen (Durchschnitt der letzten drei Jahre), werden mit einer modernen Messeinrichtung ausgestattet. Ein intelligentes Messsystem erhält, wer jährlich mehr als 6.000 kWh verbraucht oder eine Strom erzeugende Anlage mit mehr als 7 kW installierter Leistung betreibt (z.B. große Photovoltaikanlagen).

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