Gas- und Wärmepreisbremse

Die Bundesregierung führt zum März 2023 eine Gas- und Wärmepreisbremse ein. Diese soll Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen bei den gestiegenen Gaspreisen finanziell unterstützen. Der Preis für die Kilowattstunde Gas wird dann ab März und rückwirkend für Januar und Februar 2023 auf maximal 12 Cent gedeckelt. Dieser Preis gilt dann für 80 Prozent der individuellen Verbrauchsprognose von 2022. Wir als Ihr Energieversorger übernehmen zudem die Umsetzung der Preisbremse, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen.

Aktuelle Fragen und Antworten zur Gas- und Wärmepreisbremse

Gute Nachrichten: Sie müssen nichts tun. Die Stadtwerke Springe kümmern sich darum, dass Sie die staatliche Unterstützungsleistung erhalten. Sie erhalten die Entlastung automatisch über Ihren monatlichen Abschlag beziehungsweise über Ihre Abrechnung. Wohnen Sie zur Miete, erhalten Sie die Entlastung über die Betriebskostenabrechnung Ihrer Vermieterin oder Ihres Vermieters.

Die Preisbremsen treten im März 2023 in Kraft, wirken aber rückwirkend auch für Januar und Februar. Grund dafür sind die erforderlichen Anpassungen in den IT-Prozessen.

Durch die staatlichen Entlastungen reduzieren sich Ihre Abschläge ab März 2023. Da die Entlastung für Januar und Februar mit dem Abschlag für März verrechnet wird, wird dieser besonders gering ausfallen.

Beispiel:

Für Familie Müller ein staatlicher Entlastungsbetrag von 1.200 Euro berechnet. Im Januar und Februar 2023 bezahlt Familie Müller ihren Abschlag noch gemäß Vertragspreis. Im März erhält sie dann die Entlastung für die Monate Januar, Februar und März. Dadurch ist ihr Abschlag im März besonders niedrig.

Private Haushalte und Unternehmen die jährlich weniger als 1,5 Millionen Kilowattstunden an Gas verbrauchen, erhalten 80 % ihres Vorjahresverbrauchs für 12 Cent pro Kilowattstunde. Der Vorjahresverbrauch entspricht entweder der vom Netzbetreiber erstellten Verbrauchsprognose für 2023 oder dem tatsächlichen Verbrauch aus 2021. Sollte kein Verbrauch aus diesen Jahren vorliegen, zum Beispiel, weil Sie ein neues Haus gebaut haben, wird eine Schätzregel angewendet. 

Wird Fernwärme bezogen, wird hier der Preis für 80 % des Vorjahresverbrauchs auf 9,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.

Es lohnt sich, den Gas- und Wärmeverbrauch zu reduzieren, denn wer mehr als 80 % im Vergleich zum Vorjahr verbraucht, muss der in der Regel höhere Vertragspreis bezahlt werden.

Die Höhe der Entlastung wird individuell für jeden Haushalt und jedes Unternehmen errechnet und basiert auf einem komplexen Rechenverfahren.

Beispiel:

Durch die Energiekrise ist der Gaspreis von Familie Müller von 7 Cent pro Kilowattstunde auf 22 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Ihre Gasrechnung erhöht sich also deutlich. Mit der Gaspreisbremse möchte die Bundesregierung Familie Müller bei dieser Rechnung entlasten und deckelt den Preis für 80 % ihres prognostizierten Jahresverbrauchs 2023 auf 12 Cent pro Kilowattstunde.

Familie Müller erhält dafür vom Staat die Differenz zwischen dem Vertragspreis (22 ct/ kWh) und dem gedeckelten Preis (12 ct / kWh) als Entlastungszahlung. Bei einem prognostizierten Jahresverbrauch von 15.000 kWh erhält sie somit eine Entlastung für 12 Cent pro Kilowattstunde für 80 % der Prognose. Also erhalten sie 12.000 kWh zu dem gedeckelten Preis. Ihre staatliche Unterstützung für das Vertragsjahr beträgt dann 1.200 Euro.

Familie Müller versucht trotzdem möglichst viel Gas zu sparen, denn auch der gedeckelte Preis ist deutlich höher als ihr früherer Gaspreis und für jede Kilowattstunde, die über das 80 % Kontingent hinausgeht, muss sie ihren eigentlichen Vertragspreis von 22 Cent pro Kilowattstunde bezahlen.

Die Höhe der Entlastung wird individuell für jeden Haushalt und jedes Unternehmen errechnet und basiert auf einem komplexen Rechenverfahren.

Beispiel:

Durch die Energiekrise ist der Wärmepreis von Familie Müller von 6,3 Cent pro Kilowattstunde auf 10,4 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Ihre Wärmerechnung erhöht sich also. Mit der Wärmepreisbremse möchte die Bundesregierung Familie Müller bei dieser Rechnung entlasten und deckelt den Preis für 80 % ihres prognostizierten Jahresverbrauchs 2023 auf 9,5 Cent pro Kilowattstunde.

Familie Müller erhält dafür vom Staat die Differenz zwischen dem Vertragspreis (10,4 ct / kWh) und dem gedeckelten Preis (9,5 ct / kWh) als Entlastungszahlung. Bei einem prognostizierten Jahresverbrauch von 18.000 kWh erhält somit eine Entlastung für 9,5 Cent pro Kilowattstunde für 80 % der Prognose.  Also erhalten sie 14.400 kWh zu dem gedeckelten Preis. Ihre staatliche Unterstützung beträgt dann 129,6 Euro.

Familie Müller versucht trotzdem möglichst viel Wärme zu sparen, denn auch der gedeckelte Preis liegt höher als ihr früherer Wärmepreis und für jede Kilowattstunde, die über das 80 % kontingent hinausgeht, muss sie ihren eigentlichen Vertragspreis von 10,4 Cent pro Kilowattstunde bezahlen.

Ja, sparen lohnt sich mehr denn je.

Denn nur ein Anteil des bisherigen Verbrauchs wird staatlich unterstützt. Sie erhalten nur für 80 % Ihres prognostizierten Jahresverbrauchs den vergünstigten Preis. Für jede weitere verbrauchte Kilowattstunde zahlen Sie den jeweiligen Vertragspreis.

Hier finden Sie Tipps, wie Sie ganz leicht zu Hause Energie einsparen können.

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um die Energiekosten bezahlbar zu halten und zugleich die Versorgung in Deutschland zu sichern. Dazu zählt einmal die Entlastungszahlung, welche den Dezemberabschlag 2022 für Gas und Wärme übernimmt. Aber auch die ab März 2023 greifenden Preisbremsen, welche die Strom-, Gas- und Wärmepreise auf eine Obergrenze festlegen.

Durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat sie die Situation an den Energiemärkten in Deutschland und Europa im Verlauf des Jahres 2022 immer weiter verschärft. Durch fehlende Erdgaslieferungen aus Russland und die Verknappung des Angebots haben sich die Börsenpreise für Erdgas und Strom massiv verteuert.