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14.10.2010

100 Tage Strom- und Wärmeversorgung am „Großen Graben“ - Stadtwerke Springe ziehen positive Bilanz

Zum 1. Juli übernahmen die Stadtwerke Springe den Betrieb des Strom- und Wärmenetzes am „Großen Graben“ vom bisherigen Betreiber Dipol und versorgen seit rund 100 Tagen das Wohngebiet mit Strom und Nahwärme. Dafür wird vor Ort ein Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) eingesetzt. Von der eingesetzten Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie (KWK) profitieren Anwohner und Umwelt (vgl. Hintergrund) gleichermaßen: Die Anwohner sparen als Kunden der Stadtwerke Springe je nach Verbrauch derzeit bis zu 18 Prozent Heizkosten Bei einem durchschnittlichen Einfamilien-Haus entspricht dies etwa 250 Euro pro Jahr (bei einem jährlichen Verbrauch von etwa 10.000 kWh Wärme und 3.000 kWh Strom).

Stadtwerke-Geschäftsführer Helmut Rohmann: „Fast alle Anwohner vom Großen Graben Kunden sind Strom- und Nahwärmekunden der Stadtwerke Springe geworden. Das ist ein großer Erfolg. Wir werden weiterhin in eine nachhaltige Energieversorgung vor Ort investieren.“

Anfang 2011 werden die Stadtwerke Springe das bestehende BHKW durch ein Neues ersetzen. Damit wird der Wirkungsgrad der Anlage weiter erhöht und noch mehr CO2-Emissionen eingespart. Derzeit wird noch geprüft, welches Modell dort zukünftig eingesetzt wird.


Hintergrund:

Bei der Erzeugung in einem BHKW werden im Vergleich zu konventioneller Energieerzeugung (aus einem Kondensationskraftwerk) und beim Heizen mit Gas oder Öl durchschnittlich folgende Schadstoff-Emissionen eingespart:
- 98 Prozent weniger Staub,
- 98,5 Prozent weniger Schwefeldioxid (SO2),
- 58 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) und
- 29 Prozent weniger Stickstoffdioxid (NO2).
(Quelle: ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.), www.asue.de)

Damit ist die im BHKW eingesetzte Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie (KWK) die energieeffizienteste und CO2-sparendste Art der Wärmeversorgung, weil die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zum Heizen genutzt wird. Der Strom fließt wie gewohnt über den Hausanschluss und Stromzähler ins Haus. Die Wärme wird über die Nahwärmeleitungen und die Wärmeübergabestation an das Heizsystem im Haus abgegeben. Eine kompakte Nahwärmeübergabestation ersetzt die bisherigen Anlagen (Öltanks, Kessel und Brenner) und spart so viel Platz (vgl. Schema). Weitere Vorteile sind, dass sich die Hausbesitzer sich nicht mehr um Brennstoffeinkauf, Kesselwartung, Schornsteinfeger oder ähnliches kümmern müssen. Und da die Nahwärme in Form von Heißwasser ins Haus kommt, verschwinden brennbare Heizstoffe komplett aus dem Haus.

Für potentielle Bauherren gibt es einen zusätzlichen Anreiz: Durch die eingesetzte umweltfreundliche KWK-Technologie am Großen Graben werden die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erfüllt. Dieses Gesetz verpflichtet Eigentümer neuer Gebäude dazu, den Energiebedarf ihres Gebäudes anteilig mit erneuerbaren Energien zu decken (z. B. durch Einsatz von Geothermie, Solarthermie oder Biomasse) oder ähnlich klimaschonende Maßnahmen (z. B. Wärmeerzeugung aus KWK). Durch die KWK-Technik im Großen Graben sind keine weiteren Investitionen der Bauherren gemäß EEWärmeG notwendig.


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