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09.03.2012

Ein Jahr nach Fukushima – Stadtwerke Springe ziehen Bilanz

„Bei der Energiewende spielen Stadtwerke eine wichtige Rolle.“, unterstreicht Stadtwerke-Geschäftsführer Helmut Rohmann. „Deutschland steht am Anfang eines Umbauprozesses, der über die kommenden Jahrzehnte hinweg große Anstrengungen mit sich bringt  – aber auch vielfältige Chancen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland vollzieht sich dezentral in den Kommunen und Regionen.  Als Stadtwerke gestalten wir diesen Wandel aktiv mit. Mit unseren bestehenden und geplanten Projekten haben wir die Energiewende vor Ort maßgeblich vorangebracht und werden dies auch in Zukunft tun.“

Die Stadtwerke Springe haben sich seit ihrer Gründung konsequent für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort eingesetzt: Ende 2009 wurde die Photovoltaikanlage auf den Dächern des Schulzentrums Süd in Betrieb genommen, 2010 übernahmen die Stadtwerke Springe den Betrieb des Strom- und Wärmenetzes am „Großen Graben“ und versorgen seitdem das Wohngebiet mit Strom und Wärme aus einem Blockheizkraftwerk, das mit energieeffizientester Wärme-Kopplungs-Technologie betrieben wird.

Als Reaktion auf die Ereignisse in Fukushima verzichten die Stadtwerke Springe seit 1. April 2011 komplett auf Kernenergie in ihrem Strommix. Die Ereignisse in Japan haben auch zu einem merklichen Interesse der Kunden an der jährlich angebotenen Thermografieaktion der Stadtwerke geführt: Im Winter 2010 waren es lediglich 25 Kunden, die ihr Haus mit Wärmebildkameras prüfen ließen und sich Vorschläge für eine energetische Sanierung einholten. Im Winter 2011 versechsfachte sich diese Zahl auf 150.

Um Mobilität und Verkehr nachhaltig und umweltverträglicher zu machen, unterstützen die Stadtwerke seit 2011 den Ausbau von Elektromobilität als wichtigen Baustein für Klima- und Umweltschutz in Springe: Im April 2011 kauften die Stadtwerke ein Elektro-Auto, das für die nächsten fünf Jahre der Stadt zur Verfügung gestellt und im städtischen Fuhrpark genutzt wird. Im Mai 2011 eröffneten die Stadtwerke vor ihrem Kundenbüro die erste öffentliche Elektro-Tankstelle der Stadt. Da die Herkunft des Ladestroms wesentlich die Umweltbilanz von Elektroautos beeinflusst, wird an der Stadtwerke-Ladesäule ausschließlich Naturstrom „gezapft“. Er stammt vollständig aus regenerativen Energiequellen, pro getankter Kilowattstunde Strom wird außerdem ein Cent in den Neubau von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien investiert. Aktuell planen die Stadtwerke eine Kooperation mit einem mit einem örtlichen Händler, um auch die Nutzung von Elektro-Fahrrädern zu unterstützen.

Um die Kompetenz als Wärmeversorger auszubauen, wurden die Stadtwerke im Herbst 2011 Partner der Bioenergie Springe GmbH und werden das in der noch im Bau befindlichen Biogasanlage am Schwarzen Koppelweg produzierte Biogas in Strom und Wärme umwandeln. In Zukunft wollen die Stadtwerke den Ausbau der Windenergienutzung in Springe unterstützen.

Bürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratschef Jörg-Roger Hische: „Die Zuwächse bei der Installation von erneuerbare-Energien-Anlagen stärken die Wirtschaftskraft vor Ort, beispielsweise entstehen neue Arbeitsplätze. Kommunale Wertschöpfung ist und bleibt ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftskraft in den Regionen, gerade auch in ländlichen Gebieten. Insgesamt profitiert Springe in vieler Hinsicht von den  positiven Effekten des Ausbaus erneuerbarer Energien. Denn was die Kommunalwirtschaft stärkt, stärkt auch die Kommunen.“  

Hintergrund
Am 11. März jähren sich die schweren Störfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Folge war ein weltweiter Stimmungsumschwung in Bezug auf die Nutzung der Kernenergie. In Deutschland verstärkten die Ereignisse die Debatte über die Nutzung von Kernenergie und die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke: Am 30. Juni 2011 beschlossen Bundestag und Bundesrat mit deutlicher Mehrheit, die sieben ältesten deutschen Kernkraftwerke und das Kernkraftwerk Krümmel sofort stillzulegen. Alle übrigen deutschen Kernkraftwerke sollen bis 2022 stillgelegt werden. Weiterhin wurde im Rahmen der Energiewende beschlossen, erneuerbare Energiequellen (wie Windenergie, Wasserkraft, Sonnenenergie und Biomasse) stärker zu fördern. Weitere Schwerpunkte sind Energiesparmaßnahmen (z. B. durch Gebäudesanierungsprogramme) und die Verbesserung der Energieeffizienz.


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