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15.10.2019

Was bedeutet das Klimapaket für die Fernwärme in Springe?

Am 9. Oktober hat die die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die Energiewende in Deutschland beschleunigen soll. Auch wenn überwiegend Einigkeit besteht, dass damit die gesetzten Klimaziele noch nicht erreicht werden, bringt das Klimapaket Vorgaben für die nächsten 15 Jahre. Damit wird ein Anreiz geschaffen, CO2 einzusparen.

Wie wirken sich die Maßnahmen  für ein Einfamilienhaus aus?

CO2-Emissionen werden künftig mit Kosten belastet. Für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 25.000 Kilowattstunden Erdgas oder 2.500 Liter Heizöl werden in der Grafik die Kosten der verschiedenen Energieträger Gas, Öl und Fernwärme in Springe berechnet.

Für 2021 ergeben sich aus dem CO2-Preis Heizkostensteigerungen von 60 € für die Erdgasheizung und 79 € für die Ölheizung. Bis 2025 werden die jährlichen Emissions-Abgaben dann auf 209 (Erdgas) bzw. 277 Euro (Heizöl) pro Jahr steigen.

Ab 2025 soll der CO2-Preis über einen Zertifikatehandel festgelegt werden. Für das mit Erdgas beheizte Haus ergeben sich dann jährliche Zusatzkosten zwischen 209 und 359 Euro, das ölbeheizte Haus kommt auf 277 bis 475 Euro jährlich.

Damit lässt sich schließlich errechnen, was der Haushalt bis 2035 für seine Emissionen gesamt bezahlen wird. Je nach Entwicklung der Zertifikatspreise ab 2026 summieren sich die Abgaben für den Gaskessel auf 2.810 bis 4.305 Euro. Mit einer Ölheizung liegen die Kosten zwischen 3.719 und 5.698 Euro.

Hier zahlt sich jetzt aus, dass die Stadtwerke mit der Fernwärme konsequent auf erneuerbare Energien setzen. Für Biogas und Holzhackschnitzel fallen keine CO2 –Abgaben an, da es sich um erneuerbare Energieträger handelt. Lediglich für den kalkulierten Restanteil des Gaskessels an der Erzeugung fallen über die 15 Jahre mittlere Emissionskosten von 52 Euro im Jahr für das Beispielhaus an. Diese werden  durch die beschlossene Verringerung der EEG-Umlage von 18 Euro pro Jahr ab 2023 zum Teil kompensiert.

Um dem Umstieg zu erleichtern, will die Regierung Besitzern einer alten Ölheizung zusätzlich mit einer Förderung von 40% der Umbaukosten beim Wechsel zu Fernwärme unter die Arme greifen.

„Durch die CO2-Bepreisung wird die Springer Fernwärme noch attraktiver, da sich Klimaschutz auch wirtschaftlich auszahlt“ sagt Marcus Diekmann, der mit den Beschlüssen der Bundesregierung den Kurs der Stadtwerke Springe bestätigt sieht.

Hintergrundinformationen:

Beispielhaushalt:

Ein Verbrauch von 25.000 kWh entspricht 2.500 Litern Heizöl und ist der durchschnittliche Verbrauch eines Einfamilienhauses.

CO2-Preise

Die Preise für CO2 werden sich nach den derzeitigen Planungen der Bundesregierung an den Emissionswerten des europäischen Emissionshandels orientieren. Daraus ergibt sich für Erdgas eine spezifische Emission von 201 g/kWh, für Heizöl von 266 g/kWh. Das Beispielhaus würde dann bei Ölheizung 6,7 Tonnen, bei Gasheizung 5,0 Tonnen CO2  pro Jahr produzieren.

Für eine Tonne CO2 sollen nach dem Klimapaket der Bundesregierung vom 20.9.19 folgende Preise gezahlt werden:

  • 2021    10 €/to
  • 2022    20 €/to
  • 2023    25 €/to
  • 2024    30 €/to
  • 2025    35 €/to

2026 bis 2035: Im Rahmen eines bis dahin zu erstellenden nationalen Emissionshandelssystems soll der CO2-Preis im Bereich zwischen 35 und 60 €/to ermittelt werden.

Übersetzt in Kostenbelastung für die Energieeinheit Kilowattstunde (kWh) bedeutet das:

CO2-Preis je Kilowattstunden nach Klimapaket der Bundesregierung in ct/kWh 
(Preis pro Kilowattstunde incl. der darauf anfallenden Umsatzsteuer)

 

 

2021

2022

2023

2024

2025

2026-2035

Erdgas

0,2

0,5

0,6

0,7

0,8

0,8 – 1,4

Heizöl

0,3

0,6

0,8

0,9

1,1

1,1 – 1,9

Auf dieser Grundlage können für einen bekannten Verbrauch bis 2025 bereits jetzt die jährlichen Kosten ermittelt werden. Ab 2026 kann eine Kostenspanne berechnet werden, in deren Rahmen sich die Kosten bewegen. Das Diagramm zeigt diese Werte.

Verringerung der EEG-Umlage

Die Bundesregierung hat die Verringerung der EEG Umlage in drei Stufen beschlossen. Ab 2021 um 0,25 Ct/kWh, ab 2022 um 0,5 Ct/kWh und ab 2023 um 0,625 Ct/kWh. Für einen typischen Verbrauch von 3.000 kWh ergibt sich damit ab 2023 eine Ermäßigung von 18,75 Euro pro Jahr.


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